DSL & Kabel im Vergleich, Ortsnetz für Ortsnetz
Eine bundesweite Liste zeigt nur, was überall zu haben ist. 192 der 282 Tarife auf dieser Seite hängen dagegen an einem Ortsnetz: Kabel gibt es nur, wo das Netz liegt, und Glasfaser oft nur dort, wo ein Stadtwerk oder ein Regionalanbieter selbst gebaut hat. Deshalb fängt dieser Vergleich mit deiner Vorwahl an.
Wer nur in bestimmten Ortsnetzen schaltet
Diese Anbieter führen Tarife, die an der Vorwahl hängen. Die mittlere Spalte zählt, in wie vielen der 4.069 Ortsnetze mindestens einer davon bestellbar ist.
| Anbieter | Ortsnetze | Tarife | Größtes davon |
|---|---|---|---|
| Vodafone | 3.536 | 5 | 030 Berlin |
| eazy | 3.175 | 2 | 030 Berlin |
| Deutsche Glasfaser | 1.064 | 5 | 089 München |
| PYUR | 707 | 11 | 030 Berlin |
| EWE | 592 | 4 | 030 Berlin |
| M-net | 549 | 18 | 089 München |
| NetCologne GmbH | 166 | 68 | 0221 Köln |
| eins energie in sachsen | 106 | 4 | 0371 Chemnitz |
| Telekom | 40 | 4 | 030 Berlin |
| swb | 34 | 3 | 0421 Bremen |
| NetAachen GmbH | 30 | 68 | 0241 Aachen |
Am meisten holt eine Vorwahl dort heraus, wo sich Netze überlagern. 148 zusätzliche Tarife sind es in 13 Ortsnetzen, darunter 02403 Eschweiler, geliefert von Deutsche Glasfaser, eazy, NetAachen GmbH, NetCologne GmbH und Vodafone. Am anderen Ende stehen 4 Tarife, etwa in 03733 Annaberg-Buchholz. Dort liefert nur eins energie in sachsen.
Vom Ortsnetz zum Vertrag
Was eine Vorwahl über deine Leitung verrät
Deutschland ist in rund 5.200 Ortsnetze eingeteilt, jedes mit einer eigenen Vorwahl. Die Grenzen hat die Post gezogen, lange bevor jemand an Internet dachte, und mit den Gemeindegrenzen von heute haben sie wenig zu tun. Eine Großstadt kann mehrere Vorwahlen haben. Umgekehrt teilen sich oft fünf oder sechs Dörfer eine.
Für deinen Anschluss ist das mehr als Geschichte. In jedem Ortsnetz laufen die Kupferleitungen der Haushalte zu Vermittlungsstellen, und dort beginnt dein DSL. Wer als Anbieter die Leitungen der Telekom anmietet und eigene Technik davorsetzt, tut das Vermittlungsstelle für Vermittlungsstelle. Die Vorwahl verrät deshalb ziemlich gut, welche Netze in deiner Gegend liegen.
Auf die Hausnummer genau ist sie trotzdem nicht. Ausgebaut wird Straße für Straße, manchmal Haus für Haus. Ob ein Glasfaserkabel schon bis in deinen Keller reicht, weiß am Ende nur der Anbieter selbst.
Warum NetCologne nicht in München schaltet
Die großen bundesweiten Anbieter verkaufen fast überall, weil sie ein eigenes Netz im ganzen Land haben oder das der Telekom mitnutzen. Regionalanbieter sind anders gewachsen. NetCologne hat sein Netz im Kölner Raum gebaut, M-net in Bayern, EWE im Nordwesten, und viele Stadtwerke verlegen Glasfaser nur in ihrer eigenen Stadt. Wer dort wohnt, hat eine Wahl mehr. Zwei Ortsnetze weiter gibt es von denselben Anbietern nichts.
Auch das Fernsehkabel ist ein Netz mit Grenzen. Vodafone betreibt es in den meisten Bundesländern, PYUR in einer Reihe von Städten, vor allem im Osten. Deshalb erscheinen selbst Kabeltarife großer Marken erst, wenn deine Vorwahl passt.
Damit du nicht hundert Angebote durchsiehst, die bei dir nie ankommen, blendet der Vergleich diese Tarife erst mit der Vorwahl ein. Wer in wie vielen Ortsnetzen liefert, zeigt die Tabelle über diesem Text.
Kupferdraht, Fernsehkabel, Glasfaser und Funk
Über die alte Telefonleitung kommt DSL. Wie schnell, hängt an der Länge des Kupfers: ADSL schafft bis zu 16 MBit/s, VDSL mit Vectoring bis zu 100 und Supervectoring bis zu 250 MBit/s im Download bei 40 im Upload. Die Werte sinken, je weiter der graue Verteilerkasten am Straßenrand von deinem Haus entfernt steht. Zwei Straßen mit derselben Vorwahl können deshalb verschieden schnell sein.
Das Fernsehkabel bringt heute bis zu 1 Gbit/s in die Wohnung. Im Upload liefert es deutlich weniger, und weil sich alle Haushalte eines Strangs die Leitung teilen, kann es abends eng werden.
Liegt die Faser bis in deine Wohnung, spielt der Weg zur Vermittlungsstelle kaum noch eine Rolle. Tarife mit 1 oder 2 Gbit/s gibt es fast nur hier, und der Upload kann so hoch sein wie der Download. Das ist selten. Wo Glasfaser liegt, hängt davon ab, wer in deinem Ort gebaut hat: die Telekom, ein Stadtwerk, ein Regionalanbieter oder ein Investor wie die Deutsche Glasfaser. Daher stehen Nachbarorte oft so verschieden da.
Funk ist der Ersatz, wo keine dieser Leitungen genug liefert. Ein Router für LTE oder 5G holt das Netz aus der nächsten Mobilfunkzelle, und alle, die dort gleichzeitig surfen, teilen sich ihre Kapazität. Auf dem Land kann das mehr bringen als ein DSL-Anschluss mit 6 MBit/s. Gleichmäßig schnell ist es selten.
Drei Zahlen auf jeder Karte
Anbieter werben gern mit dem Preis der ersten Monate. Danach steigt die Rate, oft deutlich, und dazu kommen ein einmaliger Anschlusspreis, der Versand und manchmal ein Router, den der Tarif vorschreibt. Gutschriften gehen wieder ab. Die rote Zahl auf jeder Karte rechnet all das zusammen und verteilt es auf 24 Monate.
Daneben steht der Preis, der nach der Aktion gilt, mit dem Monat, ab dem er fällig wird. Zu diesem Preis läuft dein Vertrag nach der Mindestlaufzeit weiter. Wer nicht kündigt, zahlt ihn Monat für Monat, und im Effektivpreis taucht das dritte Jahr gar nicht auf. Hat ein Tarif keine Aktion, steht dort „keiner“.
Die dritte Zahl ist die Mindestlaufzeit. Wie jede der drei zustande kommt, steht aufgeklappt unter der Karte.
Wie lange dich ein Vertrag hält
Seit Dezember 2021 gilt ein neues Telekommunikationsgesetz, und es hat die Laufzeiten gezähmt. Länger als 24 Monate darf die erste Laufzeit nicht dauern. Jeder Anbieter muss außerdem einen Vertrag mit höchstens zwölf Monaten im Angebot haben, auch wenn er ihn kaum bewirbt.
Am meisten hat sich für die Zeit danach geändert. Ist die Mindestlaufzeit um, bindet dich der Vertrag nur noch von Monat zu Monat: Du kannst jederzeit gehen, mit einem Monat Frist. Die alte Verlängerung um zwölf Monate gibt es für neue Verträge nicht mehr. Vorher muss dich der Anbieter in Textform, also per Brief oder E-Mail, auf die Verlängerung und dein Kündigungsrecht hinweisen. Wer das Datum verpasst, verliert höchstens einen Monat.
Für diese Liste heißt das: Zwei Jahre Bindung sind kein Käfig mehr, aber die zwei Jahre gelten. Wer weiß, dass er bald umzieht, hakt in der Leiste „Monatlich kündbar“ an.
Messen, bevor du minderst
Jeder Vertrag nennt drei Geschwindigkeiten: die höchste, die normalerweise verfügbare und eine minimale. Bleibt die Leitung erheblich, dauernd oder immer wieder darunter, gibt dir § 57 des Telekommunikationsgesetzes zwei Wege. Du zahlst weniger, und zwar um so viel weniger, wie die Leitung hinter dem Vertrag zurückbleibt. Oder du beendest den Vertrag vorzeitig.
Beweisen musst du das mit dem Messprogramm, das die Bundesnetzagentur auf breitbandmessung.de zum Herunterladen anbietet. Es misst dreißigmal, an drei Kalendertagen, zwischen denen jeweils ein freier Tag liegen muss. Am Ende steht ein Protokoll. Ein Schnelltest im Browser zählt nicht.
Zu langsam ist ein Anschluss zum Beispiel, wenn er an zwei von drei Messtagen nicht wenigstens einmal 90 Prozent der Höchstgeschwindigkeit erreicht, oder wenn die normalerweise verfügbare Bandbreite in weniger als 90 Prozent der Messungen ankommt. Deshalb lohnt beim Vergleich ein Blick auf die Zusage. Ein Tarif, der mindestens 70 Prozent des beworbenen Tempos verspricht, gibt dir bei einer schwachen Leitung mehr in die Hand als einer, der sich auf ein Drittel festlegt. Der Filter „Hohe Mindestzusage“ zeigt nur diese.
Fernsehen ist seit Juli 2024 Sache der Mieter
Bis Ende Juni 2024 durften Vermieter das Kabelfernsehen mit den Betriebskosten auf alle Mieter umlegen, ob die nun fernsahen oder nicht. Das ist vorbei. Seit dem 1. Juli 2024 zahlt fürs Kabelfernsehen nur noch, wer selbst einen Vertrag abschließt.
Wer auf das Fernsehen nicht verzichten will, hat mehrere Wege: einen Einzelvertrag beim Kabelnetzbetreiber, eine Satellitenschüssel, Antenne über DVB-T2 oder Fernsehen übers Internet. Der letzte hängt an dem Anschluss, den du hier aussuchst. Einige Tarife bringen ein TV-Paket gleich mit, und der Filter „Fernsehen im Paket“ lässt nur sie stehen.
Umzug in ein anderes Ortsnetz
Ziehst du innerhalb deines Ortsnetzes um, liegen an der neuen Adresse meist dieselben Netze. Wechselst du das Ortsnetz, sieht es anders aus. NetCologne liefert nicht in Hamburg, und ein Stadtwerk nicht im Nachbarkreis.
Beide Fälle regelt § 60 des Telekommunikationsgesetzes. Bietet dein Anbieter die vereinbarte Leistung auch am neuen Wohnort an, muss er sie dort zu den alten Bedingungen weiterführen, und die Laufzeit beginnt nicht von vorn. Für den Aufwand darf er ein Entgelt verlangen, aber nicht mehr als für einen neuen Anschluss. Kann er dort nicht liefern, kündigst du mit einem Monat Frist.
Tipp die neue Vorwahl deshalb schon vor dem Umzug in das Feld oben. Dann siehst du, welche Tarife dort bestellbar sind, und kannst den Anschluss so früh bestellen, dass er am Einzugstag läuft.
Von der Vorwahl zur Hausnummer
In dieser Reihenfolge kommst du am schnellsten zu einem Tarif, der auch wirklich ankommt:
- Tipp deine Vorwahl ein. Damit stehen die Anbieter deines Ortsnetzes vorn.
- Sieh auf der Seite deines Ortes nach, welche Leitungen dort liegen, und hak in der Leiste nur diese Anschlussarten an.
- Wähl die Bandbreite, die du brauchst, nicht die größte, die es gibt.
- Lies den Effektivpreis und den Preis nach der Aktion zusammen. Den zweiten zahlst du, solange du nach der Mindestlaufzeit bleibst.
- Geh über „Zum Bestellen“ zur Prüfung beim Anbieter. Erst die Hausnummer sagt verbindlich, was ankommt.
Fragen zu Vorwahl, Vertrag und Leitung
Welche Vorwahl tippe ich ein, wenn mein Ort mehrere hat?
Die aus deiner eigenen Festnetznummer. Ortsnetze folgen den Grenzen des alten Telefonnetzes und nicht denen der Gemeinden: Eine Stadt kann mehrere Vorwahlen haben, und eine Vorwahl reicht oft über mehrere Dörfer. Ohne Festnetzanschluss nimmst du die Vorwahl, die auf der Seite deines Ortes im Ortsverzeichnis zuerst steht. Das ist meist die des Hauptortes.
Liefert ein Anbieter aus meinem Ortsnetz auch an meine Hausnummer?
Nicht zwingend. Die Vorwahl grenzt ein, welche Netze in deiner Gegend liegen. Ob das Glasfaserkabel schon in deiner Straße angekommen ist oder am Nachbarhaus endet, weiß nur die Verfügbarkeitsprüfung des Anbieters, die nach Straße und Hausnummer fragt. Über „Zum Bestellen“ kommst du auf die Bestellseite, und dort steht sie meist am Anfang.
Wie viele Tarife kommen mit meiner Vorwahl dazu?
Das hängt am Ortsnetz. Mit Stand 10.9.2026 sind es zwischen 4 und 148 Tarife, in der Hälfte der 4.069 Ortsnetze 11 oder mehr. Die Zeile unter dem Vorwahlfeld nennt die Zahl für deine Vorwahl, sobald du sie eingetippt hast.
Warum steht nicht der billigste Tarif ganz oben?
Weil diese Liste zuerst nach dem Ortsnetz ordnet. Mit Vorwahl stehen die Tarife vorn, die es nur dort gibt, und darunter die bundesweiten, beide Gruppen nach dem Monatspreis über die Laufzeit. Ohne Vorwahl kommt dieselbe Reihenfolge heraus wie nach dem Preis. Über der Liste lässt sie sich umstellen.
Was zahle ich, wenn die Aktion vorbei ist?
Den Preis, der auf der Karte unter „Ab Monat …“ steht. Bei 63 der 90 bundesweiten Tarife beginnt der Vertrag mit einem Aktionspreis, und danach steigt die Monatsrate im Mittel um 36,79 €. Zu diesem Preis läuft der Vertrag auch nach der Mindestlaufzeit weiter, bis du kündigst. Im Effektivpreis sind die günstigen Monate schon verrechnet.
Ich ziehe in ein anderes Ortsnetz. Was wird aus meinem Vertrag?
Liefert dein Anbieter auch an der neuen Adresse, muss er den Anschluss dort zu den alten Bedingungen weiterführen, und die Laufzeit beginnt nicht neu. Für den Umzug darf er ein Entgelt verlangen, höchstens so viel wie für einen neuen Anschluss. Liefert er dort nicht, kannst du mit einem Monat Frist kündigen. Bei Regionalanbietern ist das nach einem Wechsel des Ortsnetzes eher die Regel. So steht es in § 60 des Telekommunikationsgesetzes.
Wie weise ich nach, dass meine Leitung zu langsam ist?
Über breitbandmessung.de, das Messangebot der Bundesnetzagentur. Deren Programm für den Rechner misst dreißigmal, verteilt auf drei Kalendertage, und schreibt ein Protokoll. Weicht die Leitung darin erheblich von den Werten im Vertrag ab, zahlst du weniger oder steigst vorzeitig aus. Maßstab ist die Zusage im Vertrag. Bei jedem Tarif hier steht sie unter „Einzelheiten“, und der Filter „Hohe Mindestzusage“ zeigt die Tarife, die sich weit festlegen.
Mein Stadtwerk verlegt Glasfaser, taucht hier aber nicht auf. Warum?
Diese Liste führt nur Tarife, die sich über diese Seite bestellen lassen. Viele Stadtwerke verkaufen ausschließlich selbst. Auf der Seite deines Ortes stehen sie trotzdem, mit Preis und Bandbreite, nur ohne Knopf.
Wer bezahlt diese Seite?
Die Anbieter, über Provisionen: Schließt du über „Zum Bestellen“ einen Vertrag ab, bekommt diese Seite dafür Geld. Dein Preis ist derselbe wie auf direktem Weg. Die Zahlen auf den Karten kommen aus dem Katalog der Anbieter und werden nicht von Hand geändert.